{"id":51,"date":"2011-08-11T05:57:01","date_gmt":"2011-08-11T05:57:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/?page_id=51"},"modified":"2012-01-13T10:14:43","modified_gmt":"2012-01-13T10:14:43","slug":"text-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/?page_id=51","title":{"rendered":"Presse"},"content":{"rendered":"<p>Monopol, 04.01.2012<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Das letzte Trauma der alten BRD<br \/>\r\n <\/strong>von\u00a0Hendrik Lakeberg<\/p>\r\n\r\n<p>Das Geiseldrama von Gladbeck im August 1988 hat die Medien mit ihrer eigenen Moral und Stadtplaner mit ihren Utopien konfrontiert. Dass die Wunden nicht verheilt sind, zeigt eine Ausstellung des K\u00fcnstlers Markus Draper in der N\u00e4he des Tatorts<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>Rentfort-Nord ist ein Stadtteil von Gladbeck, doch er k\u00f6nnte \u00fcberall in Deutschland liegen. Ein Hochhausturm in der Mitte, darunter eine Filiale der Deutschen Bank, ein Supermarkt und ein paar Gesch\u00e4fte. Die Stadtplaner der sp\u00e4ten 60er haben sich so das Wohnen der Zukunft vorgestellt. \u201eManche nannten das urbane Utopien\u201c, sagt der K\u00fcnstler Markus Draper, der sich in Installationen mit fehlgeleitetem St\u00e4dtebau und architektonischen Nicht-Orten auseinandersetzt und in der neuen Galerie Gladbeck unter dem Titel \u201eH\u00e4user und Schatten\u201c auch eine Arbeit zu Rentfort-Nord zeigt.<\/p>\r\n\r\n<p>Von Utopie war sp\u00e4testens seit dem 16. August 1988 in Bezug auf Rentfort-Nord nicht mehr die Rede. Die beiden Geiselnehmer Hans-J\u00fcrgen R\u00f6sner und Dieter Degowski raubten die Bank unter dem Hochhaus aus, sie nahmen Silke Bischoff und Ines V. als Geiseln. Reporter, unter denen sich auch der Moderator Frank Plasberg befand, hielten R\u00f6sner das Mikrofon unter die Nase, w\u00e4hrend er eine Pistole an die Schl\u00e4fe von Silke Bischoff dr\u00fcckte. Sie fuhren im Auto der Geiselnehmer mit und behinderten die Polizeiarbeit. Das Geiseldrama endete in einer Katastrophe: Es starben drei Menschen, nachdem die beiden Geiselnehmer tagelang und \u00f6ffentlichkeitswirksam durch die Bundesrepublik fahren konnten.<\/p>\r\n\r\n<p>Vor allem die Medien wurden mit ihrer eigenen Moral und den Grenzen des Journalismus konfrontiert. Markus Drapers \"Rentfort-Nord\" bohrt in Wunden. Der WDR, der erst sogar als Mediensponsor auftreten wollte, verweigerte im Laufe des Projekts die Mitarbeit. L\u00f6blich ist vor allem der Mut der Stadt, sich dem Geiseldrama zu stellen. Die Neue Galerie Gladbeck machte Drapers Ausstellung \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich.<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Ein lebensfeindlicher Nicht-Ort<\/strong><\/p>\r\n\r\n<p>Draper baute in deren R\u00e4umen, die nur einen Steinwurf von Rentfort-Nord entfernt liegen, die Stationen des Geiseldramas im Ma\u00dfstab 1:100 nach. Mit einer Mini-Kamera durchf\u00e4hrt er die kargen Modelle und schneidet passagenweise die originalen Tonaufnahmen von den Geschehnissen dazu. Draper zeigt Rentfort-Nord als das, was es immer war: einen lebensfeindlichen Nicht-Ort, der trotz hochtrabender Vorstellungen seiner Erbauer, nie mit Leben gef\u00fcllt werden konnte. Hat die Architektur das Geiseldrama \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich gemacht?<\/p>\r\n\r\n<p>Die Tage im August waren neben dem Flugzeugungl\u00fcck von Rammstein das letzte \u00f6ffentliche Trauma der alten BRD. Draper, der in der DDR aufwuchs, hat einen unverstellten Blick auf die Geschehnisse. K\u00fchl und ohne Pathos seziert er das Fehlverhalten der Medien und die stadtplanerischen Katastrophen der BRD. Seine Arbeit macht auch deutlich, dass die st\u00e4dtebaulichen Ideen in West und Ost gar nicht so verschieden waren. Denn worin unterscheiden sich die Plattenbauten der DDR von dem Gladbecker Neubaugebiet? Bis auf die Produkte im Supermarkt und der Sparkasse eigentlich kaum. Der Hochhausturm von Rentfort-Nord wird \u00fcbrigens bald abgerissen. Wie stellen sich die Stadtplaner eigentlich heute die Zukunft vor?<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>----------------------------------------------------------------------------------------------------------<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>Welt am Sonntag, 11.12.2011<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Die Stadt Gladbeck und ihr Schatten<br \/>\r\n <\/strong>Markus Draper rekonstruiert noch einmal das Geiseldrama von 1988 im Museum<br \/>\r\n von Stefanie Stadel<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>Er will wissen, wer am Telefon ist. \"Der Bankr\u00e4uber\", so die Antwort. Noch einmal fragt Fernsehjournalist Hans Meiser nach. Und wieder, erschreckend banal: \"Ja, der Bankr\u00e4uber!\" Es ist nur ein kurzer Wortwechsel. Ein Fetzen Realit\u00e4t, der Markus Drapers Installation fest an die Ereignisse von damals bindet. Es geht um jenes schwer fassbare Verbrechen, mehr als 20 Jahre liegt es nun zur\u00fcck. Drei Menschen starben damals. Noch immer lastet das \"Gladbecker Geiseldrama\" schwer - auch auf der Stadt, in der damals, am 16. August 1988, alles begann. Was eigentlich jeder vergessen m\u00f6chte: Die Neue Galerie Gladbeck holt es zur\u00fcck. Nicht ohne Widerst\u00e4nde, aber ganz bewusst. Auf Initiative der umtriebigen Galerie-Organisatoren hat sich Draper des Themas angenommen. \"Rentfort-Nord\" nennt der K\u00fcnstlers das Ergebnis seiner Recherchen: Die f\u00fcnfteilige Installation, in der er die wesentlichen Etappen des Dramas auf ganz eigene Weise reinszeniert, steht im Mittelpunkt seiner Schau in Gladbeck.<\/p>\r\n\r\n<p>Es geht dort um \"H\u00e4user und Schatten\", wie der Ausstellungstitel verr\u00e4t. Das passt zu Draper. Ist der Berliner doch bekannt als ein Mann der inhaltlich aufgeladenen Orte. Egal, ob er atmosph\u00e4risch aufgeladene Landschaftsbilder schafft oder Modelle ruinenhafter Behausungen - \u00fcberall schwingt etwas Ungewisses, Unheimliches, nur Erahntes mit. So auch im schwarz-verkohlten Hochhaus-Skelett, das als weiteres pr\u00e4gendes St\u00fcck der Gladbecker Schau zwischen Sichtbetonw\u00e4nden mitten im Hauptraum der Neuen Galerie emporw\u00e4chst. Als Vorbild diente Draper der \"Windsor Tower\" in Madrid. Eines der h\u00f6chsten H\u00e4user Spaniens, das noch weiter aufgestockt werden sollte, jedoch nach einem Kurzschluss w\u00e4hrend der Bauarbeiten ausgebrannt ist. Der Kran auf dem Dach blieb stehen. Wie das Symbol einer geplatzten Utopie.<\/p>\r\n\r\n<p>Auch in der ganz neuen Arbeit zum \"Gladbecker Geiseldrama\" geht es Draper um die Geschichte spezifischer Orte, um ihre \"Schatten\". Diesmal scheint sein Zugang allerdings sachlicher, abgekl\u00e4rter, vielleicht analytischer als sonst. Auf f\u00fcnf gro\u00dfen Tischen richtet der K\u00fcnstler in chronologischer Reihe seine Rekonstruktionen der pr\u00e4genden, irgendwie schicksalhaften Stationen des Geiseldramas an: \"Die Bank\" in Gladbeck, \"die Bushaltestelle\" in Bremen, \"die Rastst\u00e4tte\", die K\u00f6lner \"Fu\u00dfg\u00e4ngerzone\", \"die Autobahn\". Wie fahle Kulissen wirken seine kleinen, blassgrauen und unbelebten Arrangements. Alles Erz\u00e4hlerische geht ihnen ab.<\/p>\r\n\r\n<p>Leben - zumindest ein bisschen - kommt erst mit den f\u00fcnf Monitoren ins Spiel, die sich auf den Tischen zu den Modellen gesellen. Etwa wenn der K\u00fcnstler uns in Kamerafahrten, die sich an alten Fernsehreportagen orientieren, die nachgebauten Geb\u00e4ude durchwandern l\u00e4sst. Oder, noch eindr\u00fccklicher, in den Aufnahmen der Bremer Bushaltestelle: Draper filmt seine Rekonstruktion im Blitzgewitter, erinnert dabei unterschwellig an jene Journalisten-Meute, die das Geschehen damals mit Fotoapparaten belagert hat. Und gemahnt gleichzeitig an den medialen Irrwitz, der das Drama als eine Art Reality-Show in die Wohnzimmer transportierte.<\/p>\r\n\r\n<p>Man merkt es den Arbeiten an - Draper hat genau recherchiert. Vor Ort und in allen m\u00f6glichen Archiven. Das Dokumentarische schwingt mit, doch macht der K\u00fcnstler das Geschehen nur in wenigen Andeutungen greifbar, verdichtet es aufs \u00c4u\u00dferste. Viel wichtiger scheinen ihm jene Orte, die uns in seinen Installationen weitgehend - aber doch eben nie ganz - entleert begegnen: Bank, Bushaltestelle, Rastst\u00e4tte, Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, Autobahn. Einfache Orte, allt\u00e4gliche Orte. In ihrer Schlichtheit wirken sie fast wie ein Gegenbild zu jenem erschreckenden Exzess an Gewalt und Sensationsgier, der sich dort rund um das Geiseldrama Bahn brach.<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>----------------------------------------------------------------------------------------------------------<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>WAZ, 20.11.2011<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Keine leichte Kost<br \/>\r\n <\/strong>Von Maria L\u00fcning<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p><strong> <\/strong><\/p>\r\n\r\n<p>Den ersten Praxistest hat die Ausstellung in der Neuen Galerie bestanden: Am Er\u00f6ffnungsabend gab es Interesse und Gespr\u00e4chsstoff zur Gen\u00fcge, denn mit dem Thema konnte jeder Besucher etwas anfangen: Das Gladbecker Geiseldrama im Modell in Szene gesetzt ist das tragende Element in der Pr\u00e4sentation \"H\u00e4user und Schatten\" des Berliner K\u00fcnstlers Markus Draper.<\/p>\r\n\r\n<p>Keine leichte Kost f\u00fcr die Gladbecker, deren Stadt oft auf das eine negative Ereignis reduziert wird. Auch B\u00fcrgermeister Ulrich Roland gab zu, dem Thema zun\u00e4chst mit Skepsis begegnet zu sein. Doch er bekannte, dieser anderen, k\u00fcnstlerischen Perspektive auf das Geschehen vor 23 Jahren durchaus etwas abgewinnen zu k\u00f6nnen. Zumal ein weiterer Aspekt ebenfalls transportiert wird: \"Die kritische Sicht auf urbane Orte, die auswechselbar erscheinen.\"<\/p>\r\n\r\n<p>\"Gesichtslose Nicht-Orte, blasse Kulissen\", nennt die FAZ-Kulturkritikerin Magdalena Kr\u00f6ner in ihrer Einf\u00fchrung die farblosen Modelle von \"Rentfort-Nord\" mit ihren profanen Titeln wie Bank, Haltestelle, Rastst\u00e4tte, Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, Autobahn. Eine fast typische Arbeit f\u00fcr den K\u00fcnstler Markus Draper sei das. Er offenbare in seinen modellhaften Arrangements oft das Neurotische, Verborgene und Gef\u00fcrchtete einer Gesellschaft. Stra\u00dfen und Geb\u00e4ude w\u00fcrden in seinem Werk als \"therapeutische Objekte\" inszeniert. \"Erinnerungsr\u00e4ume , die f\u00fcr jeden zu f\u00fcllen sind.\"<\/p>\r\n\r\n<p>Diese R\u00e4ume mit Erinnerungen zu f\u00fcllen, das ist kein Problem f\u00fcr die Gladbecker. F\u00fcr sie sind die Geiselgangster, die in der Installation namentlich gar nicht vorkommen, gegenw\u00e4rtig. \"Den Degowski hab ich mal verteidigt, am Anfang seiner kriminellen Karriere\", wei\u00df Anwalt Burchard Strunz. \"Der hat sich beim Grillen bei Umsonst&amp;Drau\u00dfen mal vorgedr\u00e4ngelt\", f\u00e4llt SPD-Ratsherr Wendel vorm Walde ein. \"Bei R\u00f6sners in Rentfort habe ich die Post ausgetragen, eine gut b\u00fcrgerliche Gegend war das\", wei\u00df Linke- MdL Ralf Michalowsky noch.<\/p>\r\n\r\n<p>\"Hoch interessant\", findet Kulturamtsleiter Lothar Sikorski die Installation. \"Das Geiseldrama muss auch 23 Jahre danach be- und verarbeitet werden. Wir d\u00fcrfen das nicht verdr\u00e4ngen.\" Keineswegs, denn auch erst vor wenigen Jahren zugezogene Neu-Gladbecker wie Udo Hennenh\u00f6fer werden immer wieder damit konfrontiert. \"Gladbeck, die Stadt mit dem Geiseldrama\", sei die reflexhafte Reaktion bei Nennung des Wohnortes. \"Man f\u00fchlt sich wie erschlagen.\" Das seien andere Aspekte des Geiseldramas doch viel wichtiger: Das v\u00f6llige Versagen von Polizei und Medien. \"Und das fand woanders statt\", so Hennenh\u00f6fer.<\/p>\r\n\r\n<p>Es gibt aber auch die andere Sichtweise auf das Ausstellungsthema: F\u00fcr Baurat Carsten Tum sind Geb\u00e4ude wie die Schwechater 38 \"H\u00e4user, die aus der Zeit gefallen sind.\" Auch darauf mache Drapers Kunst aufmerksam. \"Dass wir uns an Ruinen gew\u00f6hnen.\"<\/p>\r\n\r\n<p>Die Ausstellung in der Neuen Galerie, Bottroper Stra\u00dfe 17, ist bis zum 13. Januar 2012 mittwochs bis sonntags, 15 bis 20 Uhr ge\u00f6ffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.Neue-Galerie-Gladbeck.de und speziell zum Ausstellungsthema unter www.rentfort-nord.de<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>----------------------------------------------------------------------------------------------------------<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>WAZ, 17.11.2011<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Geiseldrama von Gladbeck als Kunstobjekt in Neuer Galerie<br \/>\r\n <\/strong>Von Maria L\u00fcning<\/p>\r\n\r\n<p>Gladbeck. Kunst soll ja auch f\u00fcr Kontroversen sorgen. Die neue Ausstellung in der Neuen Galerie wird das sicherlich erreichen. Der Berliner K\u00fcnstler Markus Draper hat die Ereignisse um R\u00f6sner und Degowski unter dem schlichten Titel \"Rentfort-Nord\" verarbeitet.<\/p>\r\n\r\n<p><strong><br \/>\r\n <\/strong><\/p>\r\n\r\n<p>Das Gladbecker Geiseldrama hat sich tief in das Ged\u00e4chtnis der Republik eingebrannt und liegt seit 23 Jahren wie ein dunkler Fleck auf der Imagekarte der Stadt. Jetzt wird das Geschehen von damals zum Gegenstand in der Kunst: Der Berliner K\u00fcnstler Markus Draper hat die Ereignisse um R\u00f6sler und Degowski unter dem schlichten Titel \"Rentfort-Nord\" verarbeitet. Und stellt diese k\u00fcnstlerische Installation im Rahmen der Ausstellung \"H\u00e4user und Schatten\" in der Neuen Galerie aus.<\/p>\r\n\r\n<p>Diese ungeheure, schreckliche Geschichte als Kunstwerk - geht das \u00fcberhaupt? Ja, doch und es passiert etwas ganz Erstaunliches: Der Fokus wird weggelenkt von Gladbeck, das mit dem Bank\u00fcberfall an der Schwechater Stra\u00dfe 38 zwar Ausgangspunkt des Geschehens war, aber eben nur der Anfang. Ein Ort mit einer Bank eben, willk\u00fcrlich ausgew\u00e4hlt. Draper l\u00e4sst T\u00e4ter und Opfer jedoch v\u00f6llig au\u00dfen vor, reduziert das Drama auf die Orte und Geb\u00e4ude, an denen es seinen Verlauf nahm. Und hat f\u00fcnf der wichtigsten Standorte originalgetreu im Ma\u00dfstab 1:100 auf f\u00fcnf Tischen nachgebaut.<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Nachgedrehte Filmszenen<\/strong><\/p>\r\n\r\n<p>Scheinbar harmlos wirken die Modellbauten mit ebenso neutralen Titeln. \"Die Bank\" (Gladbeck), \"Die Tankstelle\" (Bremen), \"Die Rastst\u00e4tte\", \"Die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone (K\u00f6ln), \"Die Autobahn\". Blassgraue, farblos erscheinende Szenerien, deren Bedeutung erst mit der eigenen Erinnerung und dem Wissen um die Geschichte scharf hervortritt. Bewegung entsteht durch schwarz-wei\u00df nachgedrehte Filmszenen via Bildschirm, und einige O-T\u00f6ne von damals erinnern unerbittlich an das Grauen hinter diesen Fassaden. \"Wer sind Sie denn bitte? \"Der Bankr\u00e4uber\". Da ist es ganz nah, das Geschehen von damals.<\/p>\r\n\r\n<p>Durch die Installation als Ganzes aber \"enthebt es sich vom Lokalen, wirkt dagegen\", ist die Absicht des K\u00fcnstlers. Das Trauma der Stadt, in dunkler Schublade versteckt, kommt zwar wieder ans Tageslicht, verliert aber seine belastende Bedeutung.<\/p>\r\n\r\n<p><strong>Kurator Gerd Weggel ist gespannt auf Reaktionen<\/strong><\/p>\r\n\r\n<p>Ob die Gladbecker Ausstellungsbesucher das auch so sehen werden? Darauf ist Kurator Gerd Weggel, dem die Brisanz des Themas dieser Ausstellung in der Neuen Galerie wohl bewusst ist, gespannt.<\/p>\r\n\r\n<p>Es gibt aber noch die andere Dimension dieses Themas \"H\u00e4user und Schatten\", die in der Schwechater Stra\u00dfe 38 ebenfalls pr\u00e4sent ist: Gescheiterte Utopien moderner Architektur. So wie die Schwechater heute ein leeres Wohngeb\u00e4ude ist, so stand lange Zeit auch der Windsor-Tower in Madrid wie ein zerbrochener Architektur-Traum mitten in der \"Wei\u00dfen Stadt\". Das 100 Meter hohe Geb\u00e4ude war bei Aufbauarbeiten in Brand geraten, die Ruine mit dem Kran oben drauf erinnerte einem Mahnmal gleich an die hochfliegenden Pl\u00e4ne der Erbauer.<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>----------------------------------------------------------------------------------------------------------<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>Pressematerial\u00a0<a href=\"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/?page_id=266\">intern<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monopol, 04.01.2012 Das letzte Trauma der alten BRD von\u00a0Hendrik Lakeberg Das Geiseldrama von Gladbeck im August 1988 hat die Medien mit ihrer eigenen Moral und Stadtplaner mit ihren Utopien konfrontiert. Dass die Wunden nicht verheilt sind, zeigt eine Ausstellung des K\u00fcnstlers Markus Draper in der N\u00e4he des Tatorts &nbsp; Rentfort-Nord ist ein Stadtteil von Gladbeck, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/51"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51"}],"version-history":[{"count":61,"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/51\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":306,"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/51\/revisions\/306"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.rentfort-nord.de\/RF-N\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}